Besuchsbericht des Präsidenten

Besuchsbericht, Christian Zwicky, 2. – 5. Juli 2017

 

Liebe Freunde von Smiling Gecko,

Hier ein kurzes Update von meiner letzten Reise nach Kambodscha und vom Besuch unseres Teams auf der Farm und im Office in Phnom Penh

Kurz zu meinen „Eindrücken und Erkenntnissen“:

  • Die Teams (Kambodschaner) arbeiten selbständig, ohne Anweisungen und beginnen am Morgen mit der Arbeit ohne „Vorgesetztenanweisungen“ – sehr zuverlässige, stolze und motivierte interne und externe Mitarbeiter.
  • Jeden Tag findet Englischunterricht für alle Mitarbeiter statt (auch für Arbeiter ohne festen Arbeitsvertrag)
  • Hygiene: Die Küche hat höchsten hygienischen Standard (sogar im Kühlschrank wird alles separat verpackt, datiert und etikettiert). Auf dem ganzen Smiling Gecko Areal stehen Hunderte von Mülleimern und der Müll wird zentral recycelt.
  • Der Boden (vormals eher Sand) wurde fruchtbar und die Pflanzen wachsen gut – die Mikro-Maschenzelte helfen, Insekten zurück zu halten, lassen aber Luft und Wasser durch. Die Tiere (Schweine, Hühner) sehen sehr gesund aus und die Eifruchtbarkeit hat sich auf über 90% erhöht.
  • Kindergarten und Schulklassen werden regelmässig und freudig besucht.
  • Die monatliche finanzielle Unterstützung für unsere Farmen konnte stark reduziert werden, weil die Farmer ihre Tiere und das Gemüse auf dem lokalen Markt verkaufen können. Bis Ende 2017 werden sie voraussichtlich 100% unabhängig sein. Wir vermitteln weiterhin Know-how, über die Landwirtschaft, über Gemüse- und Tierzucht ebenso wie über den Verkauf der Produkte. Es bleibt aber in unserer Verantwortung sicherzustellen, dass die Farmfamilien „unabhängig von SGC“ sein können, weil die landwirtschaftliche Produktion doch sehr stark vom Wetter und den Naturgewalten abhängt.
  • Unsere „Benevol“ -Experten aus der Schweiz (Tobias, 2x Lukas, Stefanie, Gilles) leisten eine herausragende Arbeit vor Ort und haben ein ausgesprochen positives Feedback über ihre Erfahrungen und die Arbeitsbedingungen abgegeben.
  • Das Schulprojekt Phase 1 ist aufgesetzt, die Lehrer sind jetzt in der Ausbildung; die ersten Kinder starten im November 2017 im Kindergarten und in der 1. Klasse (in jedem folgenden Jahr werden neue Klassen hinzugefügt und die Bauphase 2 wird 2018 folgen).
  • Mehr als 45 Smiling Gecko Tuk-Tuks fahren auf den Strassen von Phnom Penh. Die Fahrer zahlen uns 1 $ pro Monat zurück und müssen monatlich für eine Inspektion erscheinen, um zu zeigen, dass sie ihr Tuk-Tuk gut und richtig pflegen. Ergänzend sind bereits 50% der Tuk-Tuks ein GPS-System ausgestattet.
  • Das Küchenteam kocht grossartig. Die Gerichte sind abwechslungsreich, eine Freude für Gaumen und Auge!
  • Der Pool: wunderschön aus lokalem dunkel glänzenden Stein gebaut, XXL Grösse, umrahmt von einem von unserer Schreinerei gebautem Holzdeck – lädt zu einem erfrischenden Bad nach einem Volleyball-Spiel im weissen Sand.
  • Die Schreinerei arbeitet bereits mit lokalem kambodschanischem Holz an der Schulgebäude-konstruktion. Die Holzkonstruktionen für die neuen, grossen, schönen und klimatisierten Bungalows wurden, wie auch die Möbel, ebenfalls von unserer Schreinerei gebaut. Lukas hat ein Ausbildungsprogramm für mehrere Jugendliche initiiert.
  • SGC hat schon mehr als 100 unbefristete Verträge mit Mitarbeitern und bietet neben fairen Einkommen (über dem lokalen Durchschnitt) auch eine Gesundheits- und Unfallversicherung, die lokal nicht üblich ist. Indirekt profitieren mehr als 1000 Personen von Arbeitseinkommen bei SGC und insgesamt profitieren mehr als 4000 Personen von unseren Bemühungen.
  • Auch in unserem Büro in Phnom Penh ist die Mitarbeiterzahl gestiegen und alle arbeiten sehr konzentriert an Ihren unterschiedlichen Aufgaben (Finanzen, HR, PR, Projektleitung Schule, Lehrerausbildung, Tuk-Tuk Management ……)
  • Morgens hört man die Angestellten singend arbeiten, sie lächeln im Vorbeigehen, grüssen fröhlich mit einem ‚hallo‘ und winken … all das gibt ein gutes Gefühl!
  • Die Ausfahrt mit der „Draisine“ (Laufmaschine, Karre mit Dieselmotor) auf uralten Zuggleisen von 1930 war ein echtes Abenteuer
    … mit einer alten Brücke, die teilweise vom Pol-Pot Regime gesprengt wurde
    … in einem alten Bahnhof fanden wir verschiedene deutsche Bücher und Handschriftten sowie die Bilder einer schönen Frau aus Ostdeutschland (Andrea Puhle, Neustadt, 1967), die wohl in den 80er Jahren eine Beziehung zu einem lokalen Kambodschaner hatte
    … beim Entfernen der Spinnweben hab ich mich gefühlt wie Indiana Jones
    … und jetzt muss ich sie in Deutschland unbedingt finden, um ihre Geschichte zu verstehen
    … . überhaupt – wer hat schon mehr als 300 km praktisch unbenutzte Gleise vor der Tür? Sicher nicht viele NGOs 😉 …
  • Viele neue Ideen tauchen auf, werden diskutiert und reife, bevor eine ausführliche Planung stattfindet.
  • Ich könnte seitenlang weiterschreiben
    … aber besser Ihr kommt selbst nach Kambodscha, geniesst die Atmosphäre, die Kultur und das Erreichte
    … und lasst euch inspirieren …

Zusammengefasst: der Fortschritt seit meinem letzten Besuch Ende 2015 ist einfach einmalig – schwierig in Worte zu fassen und unglaublich beeindruckend, was in so kurzer Zeit erreicht wurde.

 

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Die Kinder lernen eifrig; Im Hort werden sie gewaschen, während die Eltern arbeiten; Spass nach der Schule

 

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Müllsammelplatz, Mülltrennung; Trennung, Entsorgung und Wiederverwertung

 

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Musterschulgebäude; Unabhängige Arbeiter;

 

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Die Pflanzen wachsen schnell

 

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Smiling Gecko-Team auf der Farm mitGilles, Benevol’von der Hotelfachschule Luzern und im Büro; Gemeinsames Mittagessen mit aktivem Austausch und Spass

 

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Schweizer ‚Benevol‘ Unterstützung: Architekt Lukas 1; Schreiner Lukas 2 mit Team; Englischlehrerin Stefanie;

 

Geniesst den Pool … .. was für ein Erlebnis – entspannt Euch und macht einen Yoga-Kurs in unserem Shala!

 

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Die wunderschönen neuen Bungalows …

 

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Ein spannendes Abenteuer: auf deutschen Bahnstrecken aus den 1930er Jahren … von Franzosen … Geschichte erleben …

 

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Batterien aufladen … .am besten mit gutem Essen  … einfach mitreissend!

 

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Gesunde und fröhliche, biologische Hühner und Schweine …

 

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Vorarbeiten für die neue Schule (übrigens: vor 3 Jahren sahen unsere Farmen auch noch so aus… unvorstellbar!)

 

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Wohlstand in der Farmumgebung  … .kleine Geschäfte in der Nähe, Mopeds, die man vor einem Jahr noch nicht gesehen hat ….

 

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Children Surgical Center ( das Partner NGO von Dr. Jim): Medizin aus der „Permance Hauptbahnhof  Zürich“ und glückliche Gesichter in Kambodscha … ’bridging needs’ „

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